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Fitness im Freien: Meine Outdoor Gym Erfahrung

outdoorgym.jpgDer Frühling ist langsam aber sicher dabei sich es auch bei uns gemütlich zu machen. Die Vögel zwitschern ihre Hymnen auf die bevorstehende Paarungszeit und wir sehnen sabbern dem, schon nicht mehr weit entfernten, Sommer entgegen. Sonne, Badeseen, Urlaub und knappe Klamotten. Wer möchte da nicht nochmal ein bisschen mehr Power in sein Workout legen um Abwechslung in die Fitness-Routine zu bringen und die wärmere Jahreszeit mit mehr Kraft, Kondition und ein paar strafferen Konturen zu begrüßen?

Normalerweise bin ich 2-3 mal die Woche im Fitness-Studio, fordere meine Muskeln an den Geräten oder mein Herz-Kreislauf-System bei einem Lauf durch den Krefelder Stadtwald. Laufen im Freien habe ich richtig lieb gewonnen, gerade jetzt wo es draußen langsam immer schöner wird ( und ich war doch sonst immer so ein Jog-Muffel)

Warum dann nicht das gesamte Training nach draußen verlagern?

Gerade jetzt habe ich nach etwas Abwechslung gesucht um Körper und Geist für die aufkommende warme Jahreszeit nochmal richtig einzuheizen.

Über Facebook hatte ich die Seite des Outdoor Gyms entdeckt und war sofort begeistert von dem Konzept des funktionellen Trainings in der Natur, bei dem nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird. Bei dieser Art des Trainings wird der ganze Körper angesprochen, Muskeln sowie Ausdauer trainiert und somit, anders als im Studio an den Geräten, gesamte Muskelgruppen und -stränge beansprucht anstatt Muskeln isoliert zu trainieren.

Toll ist auch, dass das Outdoorgym Trainings in den verschiedensten Städten anbietet. Neben Berlin, Hannover, Köln und München sind schon viele Städte dabei und es werden mehr. Vielleicht ist auch Krefeld bald dabei 🙂 Ich habe mich also auf der Website umgeschaut, mich schließlich registriert und die Stadt gewählt in der ich ein Training ausprobieren möchte: Moers (Stadtpark)

Das kostenlose und unverbindliche Probetraining habe ich dann über das Portal gebucht und kurze Zeit später eine Bestätigungsmail erhalten. Darin enthalten waren auch die Koordinaten für das Training im Stadtpark, so dass ich keine Probleme hatte den Treffpunkt ausfindig zu machen. Bei meiner Ankunft war der größte Teil der Leute bereits da. Nach mir trudelte noch eine Teilnehmerin ein, wir waren pünktlich vollzählig: zwölf Teilnehmer und ein Trainer.

Schon die Begrüßung von Trainer Ruven fiel sehr herzlich aus, ich fühlte mich sofort willkommen. Die Gruppenstimmung war von Anfang an ausgelassen und fröhlich, ich wurde nett aufgenommen und war gespannt was mich erwarten würde.

Aufwärmen

Als erstes stand natürlich das Aufwärmen auf dem Plan. Eine kleine Runde im Stadtpark mit der Gruppe und dann Aufwärmübungen auf der Wiese. Nach dem Aufwärmen war ich schon leicht verschwitzt, schlammig von der etwas matschigen Wiese und total motiviert mit den Übungen zu starten. Also zurück zum Treffpunkt und Start des BeFit-Trainings.

Volle Power

Unser Trainer Ruven hatte schon Markierungen für die 6 Stationen bereitgelegt und zeigte/erklärte uns jede der ersten 6 Übungen. Wir wurden in 2er Teams aufgeteilt. Mit meiner Partnerin Kathrin hatte ich viel Spaß während der Übungen und wir haben uns gegenseitig motiviert durchzuhalten, denn die Übungen, darunter Stabilisationsübungen, Burpees und auch Liegestütze, waren allesamt echt hart.

Jede Übung wurde 3-mal  für jeweils 20 Sekunden ausgeführt, dazwischen eine 10-sekündige Pause. Nach der Übung wurde gegen den Uhrzeigersinn rotiert, so dass jede Gruppe nach 6 Runden alle Stationen durchlaufen hat. Ich kann Euch sagen: noch nie waren 20 Sekunden so lang und 10 Sekunden so kurz.

Der Trainer kontrolliert die Ausführung der Übungen, korrigiert und pusht da wo nötig ist und sorgt dafür das der Spaß beim Training nicht zu kurz kommt. Mit roten Köpfen und fettem Grinsen auf den Gesichtern ging es dann auf zu einer weiteren kleinen Runde Laufen durch den Stadtpark. Meine Beine waren schon etwas wackelig, aber das Gruppengefühl  lässt einen durchhalten.

Zweite Runde powern

Wieder beim Treffpunkt angekommen ging es nach kurzer Trinkpause direkt weiter. Ruven erklärte/zeigte uns die 6 neuen Übungen und schon hieß es: 3-2-1-Looooos! Wir kämpften, schnauften und bissen uns durch. Dank der Gruppe ist aufgeben einfach nicht drin.

Danach hieß es ein letztes Mal joggen, locker und  leicht, um etwas runterzukommen. Zum Abschluss haben wir uns im Kreis aufgestellt und nach einer kleinen (aber gehörig anstrengenden)  finalen Übung die Trainingsstunde mit einer Dehneinheit abgeschlossen.

Geschafft

K.O., durchgeschwitzt, mit Matsch an allen möglichen Stellen und strubbeligen Haaren beendete ich dieses Training und war positiv überrascht. Vom Gruppengefühl, der Motivation des Trainers, den Übungen, den Leuten. Es hat Spaß gemacht sich völlig auszupowern, sich in der Natur zu bewegen, völlig außer Atem die frische Luft  einzusaugen und sich einfach etwas Gutes zu tun.

afterworkoutshoes

Gerade ich, als introvertierter Mensch, bin eher nicht der Typ für fremde Menschengruppen. Aber mich zu überwinden und einfach mal wieder was Neues auszuprobieren hat mir gezeigt wie viel Spaß Training im Freien machen kann und dass Gruppenfitness immer noch die beste Möglichkeit ist über sich hinauszuwachsen und alles zu geben (selbst wenn es regnet, matschig ist und man sich einsaut) Das wird sicherlich nicht mein letztes Training im Freien gewesen sein und auch nicht mein letztes mit Outdoorgym.

Wer es auch ausprobieren möchte kann sich auf der Website (siehe Link oben) seine Wunschstadt aussuchen, sich registrieren und direkt ein kostenloses und unverbindliches Probetraining buchen.

Hast Du bereits draußen zusammen mit anderen trainiert oder bleibst Du lieber Deinem Fitnessstudio treu? Oder gehst Du vielleicht lieber einfach draußen Laufen? Ich bin gespannt auf Deine Meinung.

Dieser Beitrag spiegelt ausschließlich meine Meinung und Erfahrung wieder und wurde nicht gesponsert.

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2 Kommentare zu “Fitness im Freien: Meine Outdoor Gym Erfahrung

  1. Klingt echt gut 🙂 vor allem den „Kursgedanken“ nach außen zu bringen, finde ich ein super Konzept!

    Und um mal deine Frage zu beantworten: Ich bin auch echt mehr der Typ „für mich selbst“, hab meine Hanteln zuhause und schwinge mich aufs Klapperrad für eine Runde am Rhein lang. Aber als Abwechslung kann man sich sowas auf jeden Fall mal anschauen 🙂 also super Tipp 🙌

    Gefällt 1 Person

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