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Ich, ein Frühaufsteher? Mein Selbstversuch

sonneLetzte Woche habe ich einen Artikel von bembo.com auf Pinterest entdeckt und wollte mal ausprobieren wie es ist, mir schon morgens genug Zeit für mich selbst und mein Wohlbefinden zu nehmen.

Become a morning person – 11 morning rituals that can change your life

In dem Artikel (Link oben) geht es um 11 Rituale, die helfen sollen morgens fitter zu sein, gesünder und motivierter in den Tag zu starten und ihn besser zu nutzen.

 Hier sind erstmal die Gewohnheiten bzw. Rituale, damit ihr eine Übersicht habt:

  • Früher aufstehen
    Im Artikel heißt es man soll sich ausreichend Zeit nehmen, bevor man das Haus morgens verlässt. Vorgeschlagen wurden 1,5 Std. vor dem Aufbruch zur Arbeit / Uni / Schule. Mein erster Gedanke? OH MEIN GOTT! So früh? Wenn ich Frühschicht habe muss ich also um 05:00 h aufstehen anstatt um 06:00 h! Normalerweise hetze ich morgens, damit ich innerhalb von 30 Minuten fertig bin. Naja, ich hab es mir ja selbst eingebrockt, aber damit werde ich schon klar kommen.
  • Ein Glas warmes Wasser mit Zitrone
    Sauer und lecker. Anstatt einen Kaffee gibt es eine heiße Zitrone morgens. Daran könnte ich mich gewöhnen. Viel Vitamin C und ein Powerpaket um Deinen Verdauungstrakt so richtig in Schwung zu bringen und den Flüssigkeitsverlust in der Nacht auszugleichen. Schließlich trinkt man 6-8 Stunden nichts und schwitzt im Schlaf… Da muss dringend Nachschub her!
  •  Ein grüner Smoothie
    Auch da habe ich mich drauf gefreut. Die ganzen leckeren Sachen im Kühlschrank in immer neuen Kombinationen in den Mixer zu geben und sich über das Geschmackserlebnis zu freuen. Der grüne Pflanzenfarbstoff ist besonders gesund und der Smoothie allgemein ein Booster für Dein Immunsystem und Deinen Verdauungstrakt. Da der Smoothie püriert ist, ist er leichter von Deinem Körper aufzuspalten und zu verarbeiten.
  • Die Zunge reinigen
    Das gehört für mich obligatorisch jeden Morgen dazu. Allerdings habe ich keinen Zungenschaber, aber die Rückseite der meisten Zahnbürsten sind dafür ausgerichtet die Zunge zu reinigen. Im Notfall kann man auch die Zahnbürsten Vorderseite benutzen. Alles ein Mund oder nicht?
  • 100 Jumping Jacks (im Original waren es Rebounds)
    Noch so eine Sache, bei der ich mir nicht sicher war. So früh morgens schon Bewegung, ob ich mich dazu aufraffen kann? Eigentlich waren im Original-Post bei diesem Punkt „100 Rebounds“gemeint, aber da ich kein (mini-) Trampolin habe, habe ich auf 100 Jumping Jacks umdisponiert. Durch die kombinierte Bewegung von Armen und Beinen bringen Sie Dich so richtig in Schwung und lassen Dein Herz höher schlagen.
  • 5 Minuten Stretching
    Sich richtig schön recken und strecken. Rumpf, Arme und Beine mal so richtig lang machen, die Spannung in den Muskeln genießen und sich danach entspannter fühlen. Hört sich ja schon mal gut an und nach der kleinen Bewegungseinheit eine sehr gute Idee.
  •  Bürstenmassage
    Dieser Tipp kommt aus der Ayurveda Lehre. Der Körper soll durch eine trockene Bürstenmassage angeregt werden. Man fängt bei den Extremitäten an und arbeitet sich zum Herzen hin vor. Ich habe eine Duschbürste, aber die Borsten sind so hart, dass es kein morgendlicher Genuss wäre mich damit abzuschrubben. Ich nehme dafür meinen Peeling Handschuh oder ein Handtuch, das finde ich angenehmer.
  •  To-Do-Liste mit 3 Punkten
    Listen zum Abhaken sind toll. Alles was wir uns nicht nur vornehmen sondern auch aufschreiben und somit greifbar machen ist nicht mehr so leicht wegzuschieben oder zu „vergessen“. Direkt morgens etwas aufzuschreiben ist jedoch eine Herausforderung, die ich aber gerne annehme.
  • Gute-Laune Musik
    Musik hilft dabei gute Laune zu erzeugen. Dabei ist Spotify mein Freund. Die, in der Standard-Version kostenlose, App macht unter anderem Song und Playlist-Vorschläge und überrascht mich jedesmal mit einer Auswahl aus Songs und Artists, die ich nicht kenne. Playlists wie Summer oder Happy Day passen perfekt in diese Woche.
  • 5 Minuten meditieren / 5 Minuten persönliches
    Hmm….da muss ich aufpassen, dass ich dabei nicht wieder einschlafe. Meditieren muss ich ausprobieren, aber auch 5 Minuten auf den liebsten Blogs oder in einer Zeitschrift schmökern tut wahrscheinlich genauso gut. Einfach kurz die Seele baumeln lassen und genießen.
  •  Lache Dich selbst im Spiegel an ( 30 Sek.)
    Noch vor ein paar Jahren hätte ich sowas nicht gemacht. Selbst wenn ich alleine war kam ich mir blöd vor mich selbst im Spiegel anzulachen, für mich selbst zu tanzen oder sonst irgendetwas (vermeintlich) peinliches zu tun.

Fazit

Diese eine Woche hat mich wirklich überrascht

Erstmal muss ich sagen, dass man nicht ALLE Rituale JEDEN Morgen durchführen muss. Es kommt natürlich auf Deine  eigenen Präferenzen an und was Dir persönlich gut tut. Ich habe alles ausprobiert und meine Favoriten schnell herausfiltern können. Andere Punkte brauchten erst eine Weile bis ich mit Ihnen warm wurde oder auch nicht.

Am ersten Tag ist mir das Aufstehen richtig schwer gefallen. Klar, ich war ja noch in meiner alten Routine gefangen: So lange wie möglich schlafen und in letzter Minute aufstehen, fertigmachen für die Arbeit und, schon gestresst, rein ins Verkehrsgetümmel.

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Am 2. Tag ist es mir schon leichter gefallen, da ich plötzlich hellwach war und mich auf den Smoothie und die heiße Zitrone gefreut habe. Tatsächlich war der grüne und gesunde Sattmacher mein Highlight der gesamten Woche. Mal abgesehen davon, dass ich ständig auf Toilette renne (was an sich ja nicht schlecht ist…) fühle ich mich körperlich und geistig leistungsfähiger und frischer.

Das mag aber auch an den kurzen Bewegungseinheiten liegen. Die 100 Jumping Jacks haben es direkt nach dem Aufstehen schon in sich. Wer danach nicht zu 110 % wach ist hat womöglich Valium genommen oder Murmeltier-Gene. Die Dehneinheit hinterher tut sehr gut und bringt den erhöhten Puls wieder auf ein niedrigeres Niveau. So kann man sich entspannt im Badezimmer fertig machen und sich auf das Smoothie-Frühstück freuen. Zusätzlich habe ich noch einen Smoothie in meinem Shaker mit zur Arbeit genommen. Eine tolle Möglichkeit für super-gesunde Zwischensnacks und die muss man noch nicht mal kauen. Ich war bis Mittags satt, zufrieden und OHNE Heißhunger auf Süßes.

Zum Frühstück habe ich mich gemütlich an den Küchtentisch gesetzt, meine 3 Punkte auf der To-Do-Liste aufgeschrieben, tolle Musik mit Spotify gehört und meine Gedanken schweifen lassen, gelesen oder einfach nur die Zeit für mich genossen.

Die (Bürsten-) Massage habe ich einmal ausprobiert, aber schnell gemerkt, dass es nichts für mich ist und den Rest der Woche sein gelassen. Das Anlächeln im Spiegel hat auf jeden Fall die Laune gehoben, aber ich habe nicht jeden Tag daran gedacht.  Aber das ist ja das Schöne. Hier kann jeder seinen eigenen perfekten Morgen kreieren.

Natürlich kann ich nach einer Woche nicht bestätigen, dass sich mein Leben total verändert hat. Aber den Tag mit etwas Gesundem, guter Laune und der Gewissheit, dass man sich selbst etwas Gutes getan hat, zu beginnen, daran könnte ich mich tatsächlich gewöhnen. Es hat gut getan abends früher ins Bett zu gehen, morgens den Tag früher zu beginnen und mir selbst einen stressfreien, entspannten und schönen Morgen zu schenken. Das wird jetzt definitiv zu meinem Tagesablauf dazu gehören!

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Und das Geniale ist: Es ist kein Luxus, es ist eine Entscheidung für Dich, Deinen Geist und Deine Gesundheit. Ein wertvolles Geschenk an Dich selbst… Mehr Zeit kann heutzutage doch jeder gebrauchen und wenn es „nur“ gefühlt mehr ist.

Hast Du Lust bekommen es selbst auszuprobieren? Ich bin gespannt auf Deinen Eindruck zu diesem Selbsttest.

18 Kommentare zu “Ich, ein Frühaufsteher? Mein Selbstversuch

  1. Super interessanter Beitrag! Da bekomme ich auch Lust das mal auszuprobieren 🙂 allerdings geht das bei mir nur, wenn ich mal eine Woche lang nicht so viel beruflich unterwegs bin. Sonst müsste ich schon um 03:00 Uhr oder so aufstehen 😀 aber ich glaube dir sofort, dass das einen prima Effekt hat!

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  2. Zumindest ein paar Rituale führe ich schon lange durch. Ich komme so stets gut gelaunt bei meiner Frühbesprechung um 08:00 Uhr an.
    – Wecker früh stellen = 05:00 Uhr und alles in Ruhe machen
    – Recken, Strecken und etwas Morgengymnastik
    – ein Lied im Radio konzentriert hören, dabei nichts denken und völlig entspannt im Bett liegen
    – beim Frühstück überlegen was nach der Arbeit ansteht
    – bei der Arbeit dann was ansteht überfliegen und in die passende Reihenfolge sortieren (habe ich vor vielen Jahren in einem Anfängerseminar gelernt)

    Ich wünsche dir frohe Feiertage
    Wibi

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    • Hi Wibi, danke für dein Feedback. Ein Glück dass Du es schon früher für dich entdeckt hast 😊 hätte ich gewusst welchen positiven Effekt es hat, hätte ich schon viel eher damit angefangen. Ich bin jetzt in der 2. Woche und bin hellwach sobald der Wecker schellt. Den das Geräusch heißt nun nicht mehr Stress am Morgen sondern Zeit für mich😍 Ich wünsche dir auch schöne Feiertage. Liebe Grüße Anna

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  4. Wirklich toller Post, mich würde allerdings mal interessieren, ob du auch früher aufgestanden bist, also hast du den Schlaf „wieder reingeholt“ in dem du schon um 22 Uhr statt um 23 Uhr ins Bett bist?

    Interessanter Effekt…hätte ich gar nicht mit gerechnet, denn wenn ich morgens viel Zeit hab, fange ich oft an zu trödeln und ich fange zig Sachen an 😉
    Schöne Weihnachten wünsche ich dir!!
    Liebe Grüße
    Jenny

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    • Hi Jenny, danke dir. War echt eine Überwindung für mich…gerade das frühe Aufstehen. Ich muss zugeben dass ich auch erst dachte ich müsste unbedingt eher in Bett gehen, aber lustigerweise reichen mir 5-6 Stunden Schlaf unter der Woche. Ich habe das diese Woche weiter geführt und bin morgens hellwach beim ersten Weckerklingeln 😃 hätte das nie gedacht, aber ich habe auch das Gefühl dass ich besser schlafe. Eventuell mache ich nach einem Monat noch einen Update Post zu dem Artikel wenn das mit den positiven Effekten so weiter geht😍 wünsche euch auch tolle Weihnachten. LG Anna

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  6. Toller Bericht! Ich brauche morgens auch immer noch ein paar Minuten für mich. Trinke meinen Kakao in Ruhe, lackiere mir die Nägel oder schaue in meine Mails bevor es zur Arbeit geht…

    P.S. Den selbstgemachen Smoothie habe ich gerade neben mir stehen 😀

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