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Freizeitstress

wpid-clock-601641_1920_2_1.jpgMeinen Feierabend, meistens so zwischen 16:00  und 17:00 h, sehne ich herbei.

Nicht dass  ich meinen Büro-Job in der Logistik nicht mag. Es ist eben was es ist. Ein Job, der gemacht werden muss. Nicht mehr, nicht weniger. Ich arbeite konzentriert, schnell, serviceorientiert und vor allem zielgerichtet auf den Feierabend zu.

Sobald die elektronische Zeiterfassung mein Gehen erfasst hat ist sie zum Greifen nah: die Freizeit. Doch bin ich erstmal raus aus dem Arbeitsstress beginnt er: Der Freizeitstress.

Der Stress so viel wie möglich aus der freien Zeit rauszuholen.

Ich komme nach Hause, packe schnell meine Sportklamotten, Schwimmsachen oder Reitsachen zusammen und zack bin ich wieder weg. Oder ich habe schon alles dabei und mache mich direkt nach der Arbeit auf zum Sport, zum Treffen mit einer Freundin oder zum Besuch meiner Omas ( die wohnen beide sehr nah bei einander, so dass ich meistens beide besuche, sehr effizient).

Dazwischen wird noch Abendessen mit meinem Herzallerliebsten, Einkaufen, Hausarbeit und  Katze bespaßen gequetscht und jede Minute ausgenutzt. Neue Artikel für den Blog schreibe ich in der Mittagspause auf der Arbeit oder später abends zuhause.

Liegen wir dann irgendwann  im Bett, wuseln wie wild Gedanken durch meinen Kopf und ich finde keine Ruhe.

Meistens unterhalten wir uns noch oder lesen etwas, aber wenn das Licht ausgeht schläft meine bessere Hälfte innerhalb von Minuten ein während ich mich wälze. Da ich weiß wo das Problem ist, sollte man meinen es wäre einfach zu lösen.

Schön wär’s. Aber da spielt mein Kopf nicht mit.

Denn ich habe ein schlechtes Gewissen habe wenn ich freie Zeit zur Verfügung habe und mal gar nichts mache. Ich habe ein schlechtes Gewissen wenn ich ein Treffen mit einer Freundin, meiner Oma oder ein Abendessen mit den Kollegen ausschlage.

Ich fühle mich unsozial, wenn ich meine Zeit alleine, bzw. mal nur mit meinem Herzallerliebsten verbringen möchte. Auf der Couch, nichts denken, etwas quatschen, ein Buch lesen, den Glotzomaten einschalten und sich berieseln lassen. Dabei ist es doch sozial mir selbst gegenüber, wenn ich mir aktiv diese Zeit nehme.

Deshalb werde ich in Zukunft darauf achten mir genug Zeit für alles in der Freizeit zu lassen und nicht mehr jede Minute zu verplanen. Denn das provoziert Stress und davon haben wir im Arbeitsalltag doch schon genug.

Ist Eure freie Zeit auch so gefüllt mit allen möglichen Dingen? Hetzt ihr auch von Treffen, zum Einkaufen, zum Hobby, zum Sport? Ich bin neugierig wie es bei Euch aussieht.

20 Kommentare zu “Freizeitstress

  1. Das kenne ich: ich nehme meine Reitsachen auch immer mit und fahre direkt von der Arbeit in den Stall (erst nach Hause zu fahren wäre aber auch ein großer Umweg^^).
    Aber auch dieses „freie Zeit nicht genug genutzt zu haben“ kenne ich (leider) auch nur zu gut. Wochenende, Feierabend und beides ist meist gefüllt mit Sachen, die ich noch unbedingt machen muss/will…auf der Couch liegen und Ferseh schauen ist für mich immer wie „eigentlich könnte ich gerade echt besseres tun!“, aber auch das Abschalten muss mal sein – auch wenn ich es nicht gut kann…

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  2. Das schlechte Gewissen kenne ich.
    Allerdings mache ich das jetzt schon länger das och manche Sachen ausschlage. Und mir bei meinen Hobbys Zeit lasse.

    Leider verstehen es manche nicht das ich öfter mal Safe ich komme nicht mit. Meist sind es diejenigen die kaum bis keine Hobbys haben bzw diese aus meiner sicht keine richtigen sin bzw kaum zeit beanspruchen

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  3. Das kenne ich auch zu gut, aber irgendwann muss man auch mal einen Gang runter schalten, sonst macht man sich nur fertig. Ich war auch mal so, dass ich dachte, ich müsste überall dabei sein, weil ich sonst was verpassen würde. Letztendlich kam ich zu nichts und seit ein paar Jahren beschränke ich mich neben dem Job auf 2-3 Sachen, die mir wirklich Spaß machen und gut is…und wenn ich dann mal keine Lust habe, habe ich auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich auf dem Sofa liegen bleibe.

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    • Sehe ich genauso. Lieber die Aktivitäten runterschrauben und die 2-3 Dinge die man im Feierabend dann macht, mit Spaß und Freude machen. Werde mich da in der nächsten Zeit auch wieder dran halten. Damit fährt ganz gut, denke ich. LG

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  4. Da ich meist sehr viel Spätdienst habe, lege ich meine Hobbys in die Nacht hinein. Da wo alle schlafen und es keinen stört. Im gegensätzlichen Fall verbringe ich dann mehr Zeit mit meiner Familie. Notfalls mach ich den Abwasch halt mal Nachts 😉 Vormittag brauche ich leider die Zeit um in den Tag zu kommen.

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    • So hat jeder seine Freizeit anders aufgeteilt. Hat sicher auch Vorteile Nachts seinen Hobbies nachzugehen. Schön ruhig, nichts was einen ablenken könnte. Ich saß mal bis 5 Uhr morgens an meinem Blog und war verwundert wie schnell die Zeit verging…leider geht das nicht oft 😦

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  5. Ja das ist der Fluch der 40std Arbeitswoche. Dadurch das einem der Job nur das Geld zum (über)leben sichert und kaum einen persönlichen Mehrwert bietet, wie in deinem Fall, wird die Freizeit natürlich „vollgeballert“ mit Aktivitäten, weil man ja etwas verpassen könnte oder sich gar schle ht fühlt mal einen Tag Pause einzulegen. Ich bin der Meinung hier ist ganz grundlegend etwas schief gelaufen. Ich denke du bist unzufrieden und unausgeglichen weil du deiner „passion“ nicht nachgehen kannst wann es dir gefällt. Nutze doch diese unzufriedenheit dafür etwas größeres zu schaffen und dich durch deine Leidenschaft finanziell etwas unabhängiger zu machen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, einfach so weiter zu machen wie gehabt allerdings würdest du dich dann nicht im Bett wälzen und dir Fragen stellen ob das alles so sein muss 🙂

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    • Da hast du wohl recht. Damit setze ich mich schon eine ganze Weile auseinander und mache mir Gedanken wie ich das anpacken kann. Mein Leben lang will ich den Job nicht machen…jetzt mit fast 30 stellt sich aber auch die Frage ob ich nicht zuerst eine Familie gründen möchte, aber danach ist es vielleicht zu spät. Das ist eher mein Zwiespalt. 2016 muss sich was tun.

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      • Deine Familie wird nicht davon profitieren wenn du im Innersten eigentlich unglücklich bist. Die Familie und eben auch ein Kind im insbesonderen benötigt all deine Zeit und Aufmerksamkeit, selbst das bisschen Freizeit was du jetzt genießt wird noch weiter begrenzt. Natürlich ist die Zeit mit der Familie auch schön aber wenn du den inneren Wunsch in dir trägst dich auszudrücken und dir das aufgrund von Zeitmangel nicht mehr möglich ist, wird dich das zwangsläufig noch weiter runterziehen und das wiederum wird sich mit hoher wahrscheinlichkeit auf die Familie niederschlagen. Bedenke das.

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      • Schwierig das Ganze. Danke für deine Einschätzung, ich glaube sowas braucht man zwischendurch mal um wieder mehr Fahrwasser zu bekommen. Hab gerade nach Lehrgängen im Gesundheit und Fitness Bereich gegoogelt und einiges interessantes gefunden 😉

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  6. Die Art Freizeitstress, die du in deinem Artikel beschreibst, kenn ich nur zu gut.
    Auf Dauer habe ich gemerkt, dass mir diese exakte Zeitplanung nicht gut tut und versuche daher das Ganze etwas zu entzerren. Leider ist das nicht so einfach, wie du dir sicher vorstellen kannst. 🙂 Wenn du mal einen Tipp diesbezüglich hast, dann nur her damit.
    LG Flora

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    • Hi Flora, danke für deinen Kommentar 🙂 Da hast du recht. Man kommt aus seiner Planerei nicht so einfach raus. Ich habe gemerkt, dass es mir gut tut das Handy einfach mal aus zu machen und aus zu lassen. Ist nicht einfach, aber ein Anfang um ein paar ruhige offline Minuten oder auch Stunden für sich zu gewinnen. Leider muss ich gestehen, dass ich gestern in der Badewanne das Handy auch nicht aus der Hand legen konnte (wollte..?)..😵 Ich hoffe du schaffst es Dir kleine Zeitinseln zu schaffen und diese nach und nach auszuweiten. Hab einen schönen Sonntag Abend. LG Anna

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      • Ja, dass mit dem Handy ausschalten habe ich auch schon versucht. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Schlimm. 😉 Aber ich bin mir sicher, dass wir das mit der Zeit immer besser hinbekommen werden! LG an Dich
        Flora

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  7. Pingback: 5 Wege um Pausen effektiv für Dein Wohlbefinden zu nutzen – FitMissPath

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