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Motivation – Helferlein und Stolperstein

wpid-img_20150822_153330.jpgFür Leute, wie Dich und mich, mit einem riesen Schweinehund ist Motivation der heilige Gral.

Sie verscheucht den trägen, anhänglichen Faulpelz, freut sich mit Dir über Deine Fortschritte und wächst mit Ihnen. Sie zu finden und zu behalten ist die eine Sache, aber Sie nicht überzustrapazieren und auszunutzen ist eine ganz Andere.

Viel hilft viel?

Du hast Spaß daran gefunden Dich zu bewegen. Du läufst, schwimmst, stemmst Gewichte und/oder besuchst Kurse im Studio o.Ä. Du bist voll motiviert, zielgerichtet etwas für Deinen Körper zu tun und hast Spaß dabei.

Was viele aber dabei leicht vergessen (mich eingeschlossen): Der Körper benötigt Ruhepausen um fitter & stärker zu werden. Bei jedem Training registriert Dein Körper wie viel Energie verbraucht wurde und versucht für das nächste Training besser gewappnet zu sein und mehr Kraftreserven parat zu haben.

Trainierst Du nun sehr hart, jeden Tag in der Woche, wirst Du schnell merken wie Du müde und schlapp wirst. Du wirst kraft- und lustlos sein, weil Deinem Körper die Regenerationsphase fehlt.

Mit Ruhepausen zwischen den Trainingstagen/-phasen hat hat Dein Körper die Möglichkeit sein Leistungsniveau wieder auf Normalmaß zu bringen und darüber hinaus. So findet eine stetige Leistungssteigerung statt und Du wirst fitter.

Ohne Ruhepausen schafft es Dein Körper nicht schnell genug wieder auf das normale Leistungsniveau zu kommen, geschweige denn darüber hinaus. Setzt Du Dein Training also zu früh an, schraubst Du eine Leistung runter und ermüdest/entkräftest Deinen Körper immer weiter bis er streikt.

Eine hohe Motivation ist daher zwar löblich, kann aber dazu führen dass Du Dich abgeschlagen, müde, lustlos fühlst wenn Du es übertreibst.

Als ich angefangen habe wieder regelmäßig Sport zu machen (Gerätetraining im Studio + Cardio + Kursbesuche) habe ich schnell Spaß daran gefunden mich wieder viel zu bewegen und habe es deswegen übertrieben.

Irgendwann musste ich mich zurückhalten nicht jeden Abend trainieren zu gehen.

Seitdem ich auf Pausen achte, mich bewusst ausruhe und meinem Körper Erholung gönne, fühle ich mich erheblich fitter. Und ich stelle viel schneller Erfolge fest, was Kraft, Ausdauer und Durchhaltevermögen angeht. Ich kann mich besser auf das Workout konzentrieren und alles geben, weil mein Körper nicht mehr geschwächt ist vom vorherigen Training.

Da natürlich jeder Körper anders ist, muss Du selbst herausfinden welche Ruhezeit für Deinen Körper am Besten funktioniert und nach welchem Training Du welche Erholungszeit brauchst.

Willst Du trotzdem so oft wie möglich trainieren?

Dann ist es vielleicht eine Option für Dich Dein Training zu splitten. Einzelne Trainingstage für z.B. Beine, Arme, Rumpf können sich mit Ausdauereinheiten/Kursen abwechseln und so für ein abwechslungsreiches Training sorgen, welches Deinen Körper fordert, aber Ihm auch Erholung der beanspruchten Muskelgruppen ermöglicht.

Meine Woche sieht momentan so aus:

  • Montags ist Ruhetag
  • Dienstag Cardio-Box Kurs + functional Rumpf-Tiefenmuskulatur Training
  • Mittwochs Erholung
  • Donnerstags Gerätetraining (Arme und Beine) und eine kurze knackige Ausdauereinheit hinterher auf dem Laufband
  • Freitags ist nochmal der Rumpf-Tiefenmuskulatur Kurs
  • Samstags und Sonntags entscheiden wir spontan ob wir beide, nur einen Tag oder nicht trainieren gehen. Je nach dem was noch so geplant ist.

Manchmal lassen wir den ein oder anderen Kurs ausfallen, machen stattdessen Ausdauer oder Gerätetraining oder probieren einen ganz neuen Kurs im Studio aus. So wird es nicht langweilig und der Körper kann sich nicht an bestimmte Abläufe gewöhnen.

Wenn Du auf Deinen Körper hörst, bekommst Du bald ein Gefühl dafür in welchem Umfang Du für Dich bestmöglich trainierst und pausierst und kannst immer wieder Dein Training anpassen. So kannst Du Deine Motivation voll ausschöpfen ohne sie dabei zu erschöpfen.

Was hast Du für Erfahrungen gemacht? Ich freue mich auf Deine Rückmeldung 💪🎽👟

17 Kommentare zu “Motivation – Helferlein und Stolperstein

  1. Dieses Phänomen kenne ich als ich mit den monatlichen Plänen von Blogilates trainiert hab – jeden Tag eine Körperpartie jeweils eine Stunde – ich war ziemlich schnell am Ende und hab mich obendrein noch schlecht gefühlt, dass ich das nicht schaffe Und das war mir dann doch zu viel und ich bin jetzt bei zweimal Krafttraiing + 45 Min Cardio und einmal Yoga (zwischen 15 und 30 Minuten) und komme damit super zurecht.

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  2. Hallo liebe Anna,

    erstmal danke für deinen Follow 🙂 Das freut mich sehr.

    Zu deinem Bericht, ich musste auch schmerzlich feststellen, dass die Regeneration ein sehr wichtiger Teil des Trainings ist. Dabei ist es egal was man trainiert. Ruhephasen braucht jeder. Ich trainiere seither nie länger als zwei Tage am Stück, damit komm ich ganz gut klar 🙂

    Da ich hauptsächlich Yoga mache, bieten sich die Ruhephasen sowieso sehr gut an für verschiedene Entspannungstechniken etc.

    Ich freue mich auf deine weiteren Berichte 🙂
    Ganz liebe Grüße an Dich,
    Melanie

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    • Hey Melanie,
      sehr gerne. Yoga ist super und ich möchte mich mehr damit beschäftigen, auch um stärker und flexibler zu werden. Es hilft super um runterzukommen, dein Blog ist mir da ins Auge gehüpft mit lecker Rezepten und interessanten Posts. Freue mich das du meinem ebenfalls folgst 🙂
      Danke auch für dein Feedback zum Artikel. Es ist viel Wert wenn man seine Trainings- und Ruhephasen Balance gefunden hat 🙂 LG Anna

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      • Das ist super… vorallem weil ich finde, dass Yoga leider sehr oft unterschätzt wird… es ist gar nicht immer so einfach wie es aussieht 🙂
        Freut mich, dass dir mein Blog gefällt, kann ich nur zurück geben 🙂

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      • Da hast du vollkommen recht! Vor ein paar Wochen habe ich im Fitnessstudio den Yoga-Kurs ausprobiert…und es war mega anstrengend. Kraft in Schulter, Brust und Armen Fehlanzeige. Manche Übungen klappten gut, andere gar nicht 😀

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  3. Toller Text 🙂 glaube Motivation ist der Knackpunkt bei den Meisten Sachen! Hab es auch geschafft mich, mit Struktur und Spaß, mit dem Schweinehund ganz gut anzufreunden 😀

    Noch eine Frage… Dürft ich deinen Text zu meiner Motivationsrubrik verlinken, der ergänzt genau die Punkte, die ich weniger durchdacht habe 🙂

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    • Hey 😄 ja Struktur und Spaß ist wichtig um dabei zu bleiben, gerade am Anfang auch eine Routine zu entwickeln, dann kann man irgendwann nicht mehr anders und geht sogar zum Sport wenn man keine Lust hat, weil es fest eingeplant ist 😃 Freue mich das dir der Post gefällt 😊 kannst du sehr gerne verlinken. LG Anna

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      • Wahre Worte! 🙂 Ich bin sogar an dem Punkt angelangt, da mach ich mein Training spontan, auch wenn ich keine Lust hab 😂 auf der Couch fast einschlafen, dann kommt der Gedanke „Jung, mach Sport!“ und los geht’s 💪 macht im Nachhinein immer Spaß und ein bisschen Stolz ☺

        Vielen Dank 🙂

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  4. Ich kenne das Phänomen als ich wieder mit dem Sport anfing , und auch durch Kundenbeobachtungen spaeter als Trainer. Motivation kann Segen und Fluch zu gleich sein. Das Problem einiger Fitness Anfänger ist das ihre Motivation wie ein Papierfeuer brennt.schnell aufflammend bis alles brennbare aufgebraucht ist und schnell wieder erloschen. Trainingspensen werden von profis kopiert zich uebungen in eine einheit gepackt. Und wenn der Körper schon in der Katabolie ist noch mal ne Portion cardio drauf.

    Motivation muss meiner meinung wie die Glut eines Kohlefeuers sein langfristig.
    Natuerlich muss man seinem Koerper fordern jnd langfristig Intensität und und trainingsfrequenzen variieren.
    Das macht einen erfahren Athleten aus. er steuert sein Training nach gefuehl und inteligent.
    Ich trainiere heute nach gut 8 jahren Trainingserfahrung im Kraftsport auch phasenweise taeglich , dank homegym 2 x pro tag, aber meine einheiten sind so konzipiert das es dem Nervensystem nie langweilig wird und ich nicht 2-3 Stunden dabei bin. 15 – 30 bei zwei einheiten , 45 min bei 1 einheit.

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    • Hey Martin, danke für Deinen Kommentar und Deinen Erfahrungsbericht. Das war bei mir anfangs genauso, übermotiviert und ich wollte alles auf einmal und habe mich dann gewundert warum das Ergebnis meist nur Frust und Unzufriedenheit war. Da gebe ich dir vollkommen recht. Ein erfahrener Athlet kennt seinen Körper genau und weiß wie er sich fordern muss und kann. Ich komme auch mit intensiven kurzen Einheiten besser klar als mit langwierigen, versuche aber auch immer wieder neues auszuprobieren. Gruß Anna

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  5. Pingback: 3. Motivationsspritze | Skufab's Blog

  6. Pingback: 3. Motivationsspritze | Skufab's Blog

  7. Ich halte es tatsächlich so, dass ich zwar von Montag bis Freitag trainiere, aber jeden Tag eine andere Muskelgruppe.
    Nachdem ich nun umgezogen bin und mehrere Wochen gar nicht aktiv war, nagt das auch ziemlich an mir und meiner Laune. Ich bin dermaßen unausgeglichen, dass ich froh, wenn ich mein Chaos hier geordnet bekomme und wieder loslegen kann.
    Klar… Zeit sollte keine Ausrede sein, aber arbeiten und nebenher noch 400 km umziehen, ist schon eine Arschloch-Kombination. ^^

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